Unsere Versandmöglichkeiten.
Immer schnell, immer zuverlässig.
Versandarten
Während des Transports der Hefe zum Kunden muss sichergestellt sein, dass die Reinzuchthefe in physiologisch einwandfreiem Zustand beim Empfänger ankommt. Hierzu muss die Versandhefe entsprechend vorbereitet und bestimmte Transportbedingungen eingehalten werden. Sie können aus verschiedenen Versandalternativen auswählen:
Hefe auf Schrägagar

Die vorher in Würze aktivierte Hefe wird auf Würzeagar als Kulturmedium angeimpft und nach erfolgter Kontrolle des Anwachsens sofort zum Versand gebracht. Die Schrägagarröhrchen werden zum Schutz vor Glasbruch speziell verpackt und bei Bedarf (längere Versandstrecken) gekühlt verschickt.
Dies ist eine geeignete Versandart für kleine Volumina und Gewichte über längere Strecken und Zeiträume zu transportieren. Nachteil ist hierbei, dass vom Schrägagar im ersten Schritt auf sehr kleine Würzevolumina (100 ml) überimpft werden muss.
Hefe an Watte

Eine mit dem Schrägagar vergleichbare Methode stellt die auf Watte angetrocknete Hefe dar. Vorteile gegenüber dem Schrägagar sind die etwas längere Haltbarkeit in nicht gekühltem Zustand und die Verwendung von bruchfesten Röhrchen für den Versand.
Die Watte kann mit der Hefe direkt in sterile Würze eingebracht werden (100 ml). Nachteil dieser Methode ist, dass die Reinzuchthefe nicht unterkultiviert werden kann.
Flüssighefe

Flüssighefe in der Aluminiumflasche (500 ml) ist die einzige Möglichkeit grössere Mengen an Reinzuchthefe zum Versand zu bringen. Dies erspart dem Anwender die ersten Kultivierungsschritte im Labor und reduziert somit den zeitlichen Vorlauf bei der Planung der neuen Reinzucht.
Darüber hinaus wird das biologische Risiko auf Seiten der Brauerei reduziert, weil weniger Hand an die Hefe gelegt werden muss. Nachteil dieser Methode sind die grösseren Volumina und die Tatsache, dass die Reinzuchthefe unbedingt gekühlt verschickt werden muss.
Presshefe

Grössere Hefemengen können als Presshefe, die direkt angestellt oder in die Betriebsreinzucht gegeben werden können, angeboten werden. Hierbei ist zu beachten, dass die gepresste Hefe unter keimarmen Bedingungen aus der Verpackung entnommen und in steriler Würze resuspendiert werden muss.
Die Presshefe ist in sterile Aluminium-Dosen verpackt und verschlossen. Eine längere Aufbewahrung im gepressten Zustand ist nicht empfehlenswert (z.B. über 6 Tage), da die Hefe hierbei an Gäraktivität verliert. Dieses Produkt ist lediglich von den Hefestämmen W 34/70 und W 34/78 verfügbar.
Kryo-Perlen

Bei den Kryo - Perlen der Hefebank Weihenstephan handelt es sich um Reinzuchthefe, die auf Kristallisationskugeln "schockgefroren" wird. Die Perlen sind so gestaltet, dass die Hefezellen sowohl auf deren Oberfläche als auch in Hohlräumen innerhalb der Kügelchen in gefrorener Form immobilisiert werden.
Diese Art des Einfrierens garantiert höchste Aktivität nach dem Auftauen der Kulturen und garantiert Vitalitäts- und Viabilitätsraten bis zu einer Zeitspanne von einer Woche nach dem Auftauvorgang.
Vorteile
- kleine Verpackungseinheit (ideal zum Versenden)
- keine Bruchgefahr beim Versand
- Kryo - Perlen können einzeln entnommen werden -
dadurch paralleler Start von Laborreinzuchtkulturen möglich
- hohe Sicherheit in der Handhabung
- genaue Dosierung beim Start der Reinzucht im Labor (3 Kugeln/100 ml steriler Würze)
- gute Möglichkeit der worst-case Absicherung zur Aufbewahrung einer Reservekultur bis zu einem Jahr
Transport von Betriebshefen
Die sterile Weitergabe von Betriebshefen aus Partnerbetrieben der Hefebank Weihenstephan ist eine Möglichkeit schnell größere Mengen an (15 - 20 l) Hefen zu verschicken.
Hierbei ist zu beachten, dass selbst bei höchstem biologischen Kontrollaufwand und steriler Arbeitsweise bei der Weitergabe ein Restrisiko für mikrobiologische Spureninfektionen bleibt.
Bemerkungen
Die sicherste Methode eine konstante Qualität der Betriebshefe zu garantieren ist der Start der Reinzucht im Labor des jeweiligen Betriebes mit Reinkulturhefe einer Mikroorganismensammlung wie der „Hefebank Weihenstephan“. Dies erfordert zwar Erfahrung und Kenntnisse im Umgang mit Reinkulturen, sollte aber Standard in jedem modernen Brauereibetrieb sein. Bei entsprechender Sorgfalt bei der Einführung der Reinzuchthefe in den Betrieb ist das biologische Risiko einer Reinzucht im Vergleich zum Einsatz u.U. kontaminierter Betriebshefe als gering einzustufen.
Verkaufs- und Lieferbedingungen
Unsere kompletten Verkaufs- und Lieferbedingungen finden Sie hier als PDF-Download: Verkaufs- und Lieferbedingungen (PDF 74kB)